Tipps zur Vermeidung von Rissen oder Brüchen in bereits verlegten Steinzeugfliesen

Das Bild zeigt eine typische Bruchstelle, die in einer verlegten Fliese aufgetreten ist.

Wie Sie sehen können, ist der Riss im Kreuzungspunkt zweier Schnitte aufgetreten, die vermutlich mit einer Diamantscheibe hergestellt wurden um den Anschluss an die Wand herzustellen.

Diese Risse treten gewöhnlich dann auf, wenn die Fliese durch den Schnitt geschwächt wird – entweder teilweise oder mehrfach – und besonders dann, wenn sie zur Anformung an Ecken oder Kanten geschnitten werden.
Technisch betrachtet kann alles was die Durchgängigkeit des Materials unterbricht diese Bereiche empfindlicher und zerbrechlicher machen.

Unglücklicherweise treten diese Brüche nicht während oder kurz nach dem Schneiden auf, sondern erst dann, wenn die Fliese bereits verlegt ist und verschiedenen Lastwechseln, wie z. B. den Fußtritten der Benutzer, unbeabsichtigten Stößen oder der Belastung durch Möbel und Ausstattung ausgesetzt sind. Eine Belastung wird auch durch die natürliche Setzung eines Gebäudes hervor gerufen.

Dennoch!!! Es gibt eine einfache aber geniale technische Lösung, die während des Schneidens zusätzlich durchgeführt werden kann um dieses Bruchproblem zu vermeiden.

Hierzu wird in die festgelegte scharfe Ecke des auszuschneidenen Winkels ein kleines Loch mit einem Diamantbohrer (6/8 mm) gebohrt um den Schwachpunkt zu eliminieren, von dem Risse und nachfolgend Brüche ausgehen.

Wir stellen zwei Schnitte mit einer Diamantscheibe her und achten dabei darauf, die Ränder des zuvor hergestellten Loches nicht zu beschädigen.

Diese kleine runde Kante erhöht die Belastbarkeit der Fliese an dieser Stelle um 90% und reduziert das Risiko von Rissen und Brüchen in der Fliese nach der Verlegung.

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